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ein Gedankensplitter

Rechtsansprüche bei ME/CFS: Pflegegrad, Erwerbsminderung & Co. verständlich erklärt

#HürdeAlltag

Wer mit ME/CFS oder Long Covid lebt, weiß: Die Krankheit betrifft nicht nur die Gesundheit, sondern das gesamte Leben. Viele Betroffene und ihre Familien stehen plötzlich vor Fragen wie:

  • Habe ich Anspruch auf einen Pflegegrad?
  • Was bedeutet Erwerbsminderung und wie beantrage ich sie?
  • Welche Möglichkeiten bietet ein Grad der Behinderung (GdB)?
  • Und: Wie setze ich meine Rechte überhaupt durch?

Gerade bei einer unsichtbaren, chronischen Erkrankung wie ME/CFS kommt hinzu: Außenstehende – auch Behörden – verstehen oft nicht, wie gravierend die Einschränkungen sind. Das führt dazu, dass berechtigte Ansprüche zunächst abgelehnt werden oder Betroffene sich nicht trauen, sie überhaupt zu stellen.

#Pflegegrad

Ein Pflegegrad soll den Unterstützungsbedarf im Alltag abbilden – nicht nur körperlich, sondern auch kognitiv und sozial. Bei ME/CFS werden die Einschränkungen oft unterschätzt, weil die Krankheit nach außen „still“ wirkt.

  • Wichtig: Genau dokumentieren, wie sich die Symptome im Alltag auswirken (z. B. wie oft Hilfe beim Einkaufen, Kochen, Waschen oder bei Arztbesuchen nötig ist).
  • Schon das Ausfüllen eines Antrags kann für Betroffene eine enorme Belastung sein – hier helfen Angehörige oder Beratungsstellen.

👉 Der Pflegegrad wird bei der Pflegekasse der eigenen Krankenkasse beantragt. Diese beauftragt dann den Medizinischen Dienst (MD), der ein Gutachten erstellt.

#GradDerBehinderung

Neben dem Pflegegrad kann auch ein Grad der Behinderung (GdB) wichtig sein. Er dokumentiert die gesundheitlichen Einschränkungen offiziell und kann Vorteile im Alltag eröffnen, etwa:

  • Steuererleichterungen
  • Kündigungsschutz im Job
  • Zusätzliche Urlaubstage
  • Anspruch auf bestimmte Hilfsmittel

Der Antrag auf Feststellung eines GdB wird beim Versorgungsamt bzw. Landesamt für Soziales gestellt. Auch hier gilt: Die Krankheit genau beschreiben, nicht nur Diagnosen einreichen.

#Erwerbsminderung

Wer aufgrund der Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, hat unter Umständen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.

  • Voll erwerbsgemindert ist, wer weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann – egal in welchem Beruf.
  • Teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn noch drei bis sechs Stunden täglich gearbeitet werden können.
  • Auch hier gilt: Ein aussagekräftiges ärztliches Gutachten ist entscheidend.

#WiderspruchEinlegen

Viele Anträge – ob Pflegegrad, Erwerbsminderung oder GdB – werden beim ersten Mal abgelehnt. Das ist frustrierend, gehört aber fast schon zum System. Wichtig ist:

  • Nicht aufgeben!
  • Innerhalb der Frist Widerspruch einlegen.
  • Beim GdB gilt besonders: Erst im Widerspruch haben Betroffene die Möglichkeit, individuell Stellung zu beziehen und ihre Situation mit eigenen Worten zu schildern.

👉 Beratung zur Vorgehensweise hierzu gibt es in meinem Workshop „Systemwissen kompakt – der Behördenkompass“. Eine Anmeldung ist bereits möglich.

#LassDirHelfen

Das Wissen um diese Ansprüche bedeutet mehr als Geld oder Pflegeleistungen. Es bedeutet Sicherheit, Entlastung und Würde. Es schafft die Möglichkeit, den Alltag so zu gestalten, dass Raum für Stabilisierung und kleine Lichtblicke bleibt.

💡 Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Hole dir Unterstützung und Klarheit bei ME/CFS im Familienkontext z.B. in meinen Fallberatungen oder im Workshop Systemwissen kompakt – der Behördenkompass“. Dort erfährst du Schritt für Schritt, wie du deine Ansprüche auf Grad der Behinderung, schulische Nachteilsausgleiche & Co. durchsetzt – klar, praktisch, mit Blick auf die Realität von ME/CFS-Betroffenen und in einzelnen Modulen buchbar.

➡ Voranmeldung per Mail unter mecfs_undSchule.de